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Kleines
Schaltnetzteil VIPer50
von STMicroelectronics Ich
habe schon lange einen Ersatz für die Standby
Stromversorgung in meinen lüfterlosen Netzteil gesucht.
Das Gespann aus Netztrafo,
Gleichrichter und einen Schaltregler mit seiner Drossel verschwendeten
mir einen zu großen
Teil auf der Platine. Dann fand ich endlich eine
Lösung im Schaltnetzteil IC "VIPer50"
von STMicroelectronics! Im
VIPer steckt ein fast komplettes Schaltnetzteil! Nur noch
wenige externe Bauteile werden benötigt um ein
kompaktes und kostengünstiges Netzteil aufzubauen.
Allerdings muss ein kleiner Trafo selbst gewickelt
werden. Ich kann euch aber beruhigen, das Wickeln ist
nicht so schlimm und kann auch von Ungeübten durchgeführt werden.
Der Aufwand wird durch die hohe Flexibilität bei den
Ausgangsspannungen mehr als wett gemacht. Es sind
mehrere und auch negative Spannungen möglich.
STMicroelectronics
bietet sogar ein kostenloses Berechnungstool
an! Das IC
gibt es bei Reichelt
Elektronik, die Trafobauteile und die
Hochvoltkondensatoren sind bei Conrad
Elektronik erhältlich. Aber
nun zum VIPer Netzteil: Das IC kommt im fünfpoligen TO 220 Gehäuse
daher. Das muss je nach Belastung mit einen kleinen Kühlkörper
versehen werden, der am besten mit einer Glimmerscheibe
vom IC isoliert wird. Im Schaltbeispiel ist der kompakte
Aufbau gut zu erkennen:
Wie
bereits angekündigt, muss der Trafo leider selbst gewickelt werden.
Damit auch unerfahrene nicht von der
Schaltung Abstand nehmen müssen, möchte ich auf den Aufbau
anhand des Schaltbeispiels etwas näher erläutern.
Der
Trafo besteht aus einen stehenden EF20 Wickelkörper,
der mit zwei Kernen aus N67 Material von Epcos bestückt
wird. Diese erhalten einen Luftspalt von 0,2mm. Der
Luftspalt verhindert, das der Trafo zu schnell in die
Sättigung kommt und sich übermäßig erwärmt.
Kommen
wir aber nun zur Wickeltechnik:
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Die erste
Primärwicklung wird aus zwei Lagen 0,2mm Draht zu je 44
Windungen gewickelt (von A nach B). Bei dieser Wicklung
darf man sich schon mal verzählen, da sie in keinem
Verhältnis zu den Ausgangspannungen steht.
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Die zweite
Wicklung besteht aus einer Lage
mit 13 Windungen 0,2mm Draht (von C nach D).
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Die erste
Sekundärwicklung besteht aus einer Lage mit 6 Windungen
2x0,5mm Draht (von E nach F).
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Die zweite Wicklung besteht aus einer
Lage mit 14 Windungen 0,2mm Draht (von G nach H).
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Wichtig
ist hier natürlich der Wickelsinn. das heißt, alle
Wicklungen werden in eine Richtung gewickelt. Am
besten, immer
links herum!!!
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Die
einzelnen Lagen
müssen mit festen Isolierband voneinander getrennt werden!
Zwischen Primär- und Sekundärseite kommt eine
Extralage!

Der
Luftspalt wird durch
zwei Zwischenlagen mit einer Höhe von 0,2mm erzeugt.
Hier eignen sich zwei Lagen Isolierband, die auf den
äußeren Auflageflächen der E- Kerne befestigt werden.
Dann fixiert man die Kerne für eine Funktionskontrolle
mit zwei Halteklammern (EF20). Hat der Trafo diesen Test
anstandslos überstanden, verklebt man die Kerne mit dem
Wickelkörper (5 Minuten
Epoxydharz). Ist das Harz getrocknet, können die
Zwischenlagen entfernt und die Spalten verklebt werden.
Das eliminiert Pfeifgeräusche, nur die Halteklammer
reichen hierfür nicht aus.
Ich hoffe
das ich euer Interesse für das kleine
Schaltnetzteil wecken konnte. Wenn es erst mal funktioniert, dann fragt man sich: Warum habe ich so was
noch nicht früher gebaut. Denn dieses Netzteil
funktioniert schon ab einer Spannung von 90V!
Aufbau
und Inbetriebnahme sind nur von einen erfahrenen Elektroniker
durchzuführen, da hier direkt mit Netzspannung gearbeitet wird! Der
Umgang mit Netzspannung kann lebensgefährlich
sein, für Schäden durch Aufbau und
Betrieb der Schaltung gibt es weder eine Haftung noch eine
Gewährleistung! Der Nachbau ist nur für den privaten Zweck
gestattet!
Wenn Du Fragen oder Anregungen zu
meiner Homepage hast, dann schreib mir doch einfach eine Mail!
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